Die Verkehrssituation an der Ganghofer Schule hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Besonders besorgniserregend ist die Gefährdung der Schulkinder durch den zunehmenden Verkehr.
Deshalb luden Bündnis 90/Die Grünen zusammen mit dem Mobilitätsexperten der Grünen Landtagsfraktion, Markus Büchler, Mitte März Anwohner, Eltern, Elternbeiräte sowie Vertreter des Hort- und Schulpersonals zu einem Ortstermin ein. Sie betonten, dass (dringend) Nachbesserungen für mehr Verkehrssicherheit der Schüler*innen umgesetzt werden müssen. Die Anwohner*innen berichteten uns, dass sie unter Stau, Lärm und zugeparkten Privatparkplätzen bis hin zu blockierten Tiefgarageneinfahrten leiden.
Die von den Anwesenden gemachten Anregungen und Ideen wurden jetzt in einem Antrag an den Stadtrat ausgearbeitet.

Ausschnitt aus OpenStreetMap ©
Darin wird u.a. beantragt zu prüfen, ob in Teilstrecken der Ganghoferstraße und/oder der Hans-Carossa-Straße (z.B. von der Ganghoferstraße bis zu den Zufahrten der Parkplätze) in hochfrequentierten Zeiträumen (7.30 Uhr bis 8 Uhr, 13 bis 14 Uhr, 16 bis 16.30 Uhr) eine temporäre Durchfahrtsbeschränkung von Autos (wie in München) eingerichtet werden kann. Oder ist an der Einfahrt von der Ganghoferstraße in die Hans-Carossa-Straße die dauerhafte Anbringung von rot-weißen Absperr-Pfosten mit weiterhin offenem Durchgang für Fußgänger*innen und Radfahrende sinnvoll.
Auch neu einzurichtende Kiss & Ride-Spuren am Furtweg, der Landshuter Straße (z.B. vor der Einfahrt zur Hans-Carossa-Str.) und/oder an der Carl-von-Linde-Straße können zur Entlastung beitragen. Weitere 10 Vorschläge sind im Antrag enthalten, der vollständig unter https://gruene-ush.de/antraege/ eingesehen werden kann.
Die Verwaltung wird in unserem Antrag auch gebeten, die Möglichkeit eines zeitlich begrenzten Verkehrsversuchs mit ausgewählten Maßnahmen zu prüfen, um deren Wirksamkeit zu evaluieren. Und um eine große Akzeptanz zu erreichen, würden wir es auch begrüßen, wenn die Schulleitung, Elternbeiräte und Anwohner sowie die Verkehrsreferenten aktiv im Sinne einer Beteiligung Betroffener in die Lösungsfindungen einbezogen werden. Erste positive Rückmeldungen zum Antrag sind von Stadtratskolleginnen schon geäußert. Wir sind sicher, dass mit dem nötigen politischen Willen und den neuen rechtlichen Möglichkeiten Verbesserungen für alle Betroffenen erreicht werden können.
Jürgen Radtke, Stadtrat
Bündnis 90/Die Grünen





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