Photovoltaik(PV)-Anlagen auf Gewerbegebäuden und Hausdächern sind uns längst vertraut. Mit ihnen wird sauberer Strom produziert und am besten auch selbst verbraucht, weil der produzierte Strom deutlich günstiger ist als der vom Energieversorger.
Mit Balkonmodulen, häufig auch Stecker-Solarmodule, Mini-Solaranlage oder Plug-In-Module genannt, können mittlerweile auch Mieter und Besitzer von Eigentumswohnungen selbst Strom erzeugen und damit einen eigenen, wichtigen Beitrag zur Energiewende in Unterschleißheim leisten. Die kleinen Geräte lassen sich auf Balkonen, Gartenhäusern oder Terrassen montieren, über Steckdose wird der Strom ins Hausnetz eingespeist. Anders als bei einer „großen“ PV-Anlage kann das Balkonmodul auch von Laien eigenständig angeschlossen werden.
Bündnis 90/Die Grünen haben deswegen bereits im November 2019 einen Stadtrats-Antrag gestellt, ein Förderprogramm für Photovoltaik-Balkonmodule aufzulegen. Dabei sollen diese PV-Kleinanlagen mit 25% der Anschaffungskosten, maximal 200 € gefördert werden. Obendrein möge die Stadt mit dem Netzbetreiber Bayernwerk ein vereinfachtes Anmeldeverfahren abstimmen.
Momentan erarbeitet die Energieagentur Ebersberg – München ein Muster für kommunale Förderprogramme, welches aus verschiedenen Bausteinen besteht. Mithilfe dieser Bausteine können sich die Kommunen dann ihr individuelles Förderprogramm zusammenstellen, so hat es auch die Stadt Unterschleißheim vor. Voraussichtlich ab Ende April 2021 soll dieses Muster-Förderprogramm zur Verfügung stehen, so dass kurze Zeit später der Stadtrat entscheiden kann.
Bündnis 90/Die Grünen werden die Entscheidung auf unserer Homepage www.gruene-ush.de/energiewende bekanntgeben. Informieren Sie sich also, um eine Förderung für Ihr Balkonmodul zu bekommen.
Jürgen Radtke
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