Unter dem Motto „Solidarität unter Frauen“ fand heute das traditionelle Frauenfrühstück der Unterschleißheimer Grünen im Café Cabalou statt. 20 Frauen kamen zusammen, um sich bei einem gemeinsamen Frühstück über die aktuellen Herausforderungen der Frauenbewegung auszutauschen. Dabei wurde klar: Der Kampf um Gleichberechtigung ist noch lange nicht vorbei.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung waren die Beiträge von drei Frauen aus drei Generationen, die mit ihren persönlichen Statements und Erfahrungen das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten.
Lissy Meyer, Stadträtin und langjährige Aktivistin, erinnerte an den politischen Aufbruch der Frauen in den 1980er Jahren. Die Katastrophe von Tschernobyl war für viele Frauen ihrer Generation ein Wendepunkt. Gruppen wie „Mütter gegen Atomkraft“ zeigten, wie wichtig weibliches Engagement in politischen Prozessen ist. „Heute sind es die Omas gegen Rechts oder das Bündnis Unterschleißheim für Demokratie und Vielfalt, die sich lautstark gegen rechte Ideologien stellen“, so Meyer. Ihr Appell: Frauen müssen sich politisch engagieren, um mitzugestalten.
Johanna Krichling nahm die aktuelle politische Lage in den Blick und machte auf beunruhigende Entwicklungen aufmerksam: Der Frauenanteil im Bundestag ist rückläufig, frauenfeindliche Strömungen gewinnen an Einfluss. Sie erinnerte an die Errungenschaften der Frauenbewegung – vom Frauenwahlrecht 1919 bis hin zur heutigen Gleichstellungsgesetzgebung – und mahnte, dass Rechte, die einst hart erkämpft wurden, nicht als selbstverständlich hingenommen werden dürfen. Ihr Aufruf: „Seid laut und bleibt laut. Frauenstimmen müssen gehört werden!“
Claudia, Schülerin des Carl-Orff-Gymnasiums, berührte die Anwesenden mit einem selbstgeschriebenen Gedicht. Darin prangerte sie Sexismus, Gewalt gegen Frauen und gesellschaftliche Vorurteile an – und machte zugleich Mut. „Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam verändern wir den Tag“, heißt es in ihrem Gedicht, das mit einem optimistischen Blick in die Zukunft schließt.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der generationsübergreifende Austausch und die gegenseitige Unterstützung unter Frauen sind. Gerade in Zeiten, in denen antidemokratische und antifeministische Kräfte erstarken, ist Solidarität das beste Mittel, um die Errungenschaften der Frauenbewegung zu verteidigen und Fortschritt zu sichern.
Die Unterschleißheimer Grünen danken allen Teilnehmerinnen und freuen sich darauf, diesen wichtigen Austausch auch in Zukunft fortzusetzen.
Brigitte Huber, Gleichstellungsbeauftragte im Unterschleißheimer Stadtrat





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