Die Hütte
Ein Gedicht zum einmaligen Gebrauch ~
Betrachtungen einer Unbeteiligten
Die Hütte steht am Waldesrand.
Vielen ist sie wohl bekannt.
Manche haben sie nie gesehen,
na und, sie bleibt ja trotzdem stehen.
Mit Kiesberg, Hundeplatz, Moschee
Liegt sie direkt am Weg zum See.
Ein Hexenhäuschen kann’s nicht sein,
es fehl’n Zierat und Lebküchlein,
und wäre es ein Hexenhaus
käm ab und zu ne Hexe raus! (Na ja, wer weiß das schon?!)
Dafür lag manchmal vor der Tür,
ein leer getrunkner Kasten Bier.
Im Sommer sah man mal im Garten
an langen Tischen Leute warten
auf leckere Sachen von dem Grill.
Und es war fröhlich und nicht still.
An der Hütte fließt ein Bach,
doch was muss man hören, ach,
der Steg wird wohl bald abgerissen,
ne Zeitlang muss man ihn vermissen.
Dann wird er neu, man streitet schon,
Wird er aus Holz oder Beton?
Man fragt sich, was da manche wollen,
vielleicht mit Panzern drüber rollen?
Was will man transportieren hier?
Wie viele Hektoliter Bier?
Viele, viele Riesenfässer,
damit das Feiern wird noch besser?
Mir scheint der Steg doch noch sehr gut …
Mal schaun, was sich hier drinnen tut.
Dank Sophie bin ich jetzt hier.
Ich glaub, ich trink jetzt mal ein Bier.
Gedicht von Edith Seth Unterschleißheim





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