
v.l.n.r.: Claudia Köhler, Christoph Nadler, Hep Monatzeder, Tino Schlagintweit
Was müssen wir vor Ort anpacken, darüber sprach der Bürgermeisterkandidat Tino Schlagintweit am 28.1. mit dem Grünen Landratskandidaten Christoph Nadler und den Landtagsabgeordneten Hep Monatzeder und Claudia Köhler (siehe Foto). Bis 2030 will der Landkreis München die jährlichen pro-Kopf-Emissionen im Landkreis München um 54 % reduzieren. „Der Klimaschutz muss dafür in den Mittelpunkt der politischen Arbeit gestellt werden. Unsere guten Umfrageergebnisse zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger mehr Klimaschutz wollen.“, so Nadler. „Sie müssten aber auch besser eingebunden werden.“, mahnte Hep Monatzeder. Der frühere 3. Bürgermeister von München hatte mit dem Bau des Windrads auf dem Fröttmaninger Bergl erneuerbare Energien auch in unserer Region sichtbar gemacht. Er befürchtet: „Wenn der Bau von Windkraftanlagen aufgrund der 10H-Regelung oder Bürgerprotesten wie im Ebersberger Forst blockiert würde, könne der dringend notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien nicht gelingen.“ „Denn das was bisher getan wird, reicht noch nicht aus. Um die Klimaziele einzuhalten, müssen wir die bisherigen Anstrengungen verfünffachen.“, erklärte Nadler. „Investitionen, die wir jetzt nicht tätigen, sind Schulden für die Zukunft.“, ergänzte Claudia Köhler, stellvertretende Vorsitzende im Haushaltsausschuss des Landtags. In Unterschleißheim fordern wir deshalb einen schnelleren Ausbau des Geothermie-Netzes mit günstigem Anschluss für Privathäuser, einer klimaneutralen Nachheizung oder einer zweiten Bohrung. Städtische Gebäude müssen mit PV-Anlagen und Stromspeichern ausgerüstet und weiter saniert werden. Gebäudeeigentümer, insbesondere von größeren Gewerbebauten, die selbst eigene Investitionen scheuen, könnten von zusätzlichen Mieteinnahmen profitieren, wenn sie ihre Dächer für Bürger-Solarkraftwerke zur Verfügung stellen. Hier könnte die Stadt entsprechend vermitteln. Ein Gast forderte mehr Unterstützung bei eigenen Vorhaben, z.B. bei der Planung von Anlagen, die mehrere Häuser in seiner Nachbarschaft umfassen würden, oder Rechtsberatung für Verträge. Die Energieagentur Ebersberg-München müsse deshalb mit mehr Personal ausgestattet werden, um dem Beratungsbedarf gerecht zu werden. Fazit des Abends: Es gibt viel zu tun, packen wir es an.
Markus Wutzke
Sprecher Grüne Unterschleißheim
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