Der Endspurt im Bundestags-Wahlkampf naht. Ab Mitte August werden die Straßen wieder von Plakatständern der verschiedenen Parteien gesäumt sein. Kaum ein Straßenrand oder Baum, kaum ein Verkehrsschild oder Laternenmast bleibt verschont.
Viele Bürgerinnen und B
ürger erkennen in dieser Form von Wahlwerbung keinerlei Informationsgehalt und fühlen sich eher belästigt. Manchmal behindern die Plakat-Ständer die Sicht im Verkehr oder die Fortbewegung auf Geh- und Radwegen. Schon die Plakate selbst stören das Ortsbild erheblich, besonders, wenn sie mit der Zeit wetterbedingt oder durch Vandalismus zerstört werden.
Diese Art von Werbung ist aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß und in jeder Hinsicht Ressourcenverschwendung, zumal immer öfter Plastikplakate verwendet werden.
Die Auseinandersetzung um die Plakatier-Verordnung ist nicht neu und wird im Stadtrat regelmäßig vor Wahlen geführt. Trotzdem unternahm die grüne Fraktion erneut einen Anlauf, um den Wildwuchs einzudämmen.
Ziel unseres Antrags in der letzten Stadtratssitzung war, das Plakatieren auf die städtischen Wahlplakattafeln zu beschränken. Für einen gewissen Ausgleich sollten an stark frequentierten Standorten zusätzliche städtische Tafeln bereitgestellt werden. Leider erreichte unser Antrag mit 15:15 Stimmen keine Mehrheit.
Trotzdem werden die Unterschleißheimer Grünen in dieser Bundestagswahl freiwillig darauf verzichten, eigene Plakatständer aufzustellen. Wir werden lediglich die Plakattafeln der Stadt, sowie einige wenige, angemietete Litfaßsäulen oder Großtafeln nutzen.
Brigitte Huber
Fraktionsvorsitzende





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