Bereits im April 2018 stellten wir gemeinsam mit der ÖDP den Antrag auf eine eigenständige Entwicklung des Postgeländes. Diesen lehnte damals die Mehrheit des Stadtrates mit dem Hinweis ab, erst müsse ein städtebaulicher Wettbewerb für das gesamte Projekt „Neue Stadtmitte“ erfolgen. Dieser hat zwischenzeitlich auch mit intensiver Bürgerbeteiligung stattgefunden und wurde bereits Ende 2019 erfolgreich abgeschlossen.
Es geht aber trotzdem nichts voran.
Im Gegenteil: Die Entwicklung des IAZ ist zeitlich nicht absehbar. Der Eigentümer Rock Capital sucht derzeit neue Mieter, die mindestens bis Ende 2022 Ladenflächen anmieten. Damit kann frühestens mit dem Abriss und dem Neubau des IAZ ab 2023 begonnen werden.
Im Gegensatz dazu hat der Eigentümer des Postgeländes bereits erste Planungen erstellen lassen. Eine separate Entwicklung dieses Bereichs ist aus unserer Sicht nach wie vor möglich und sinnvoll.
Deshalb hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Ferienausschuss erneut einen Antrag eingebracht, dass die Verwaltung die separate Entwicklung des Postgeländes – jetzt entsprechend den Ergebnissen des städtebaulichen Wettbewerbs – forcieren soll.
Da die Verkehrserschließung insgesamt noch offen ist, soll eine eigenständige Zufahrt zu einer Parkgarage, ggf. in Verbindung mit der Zufahrt zur Rathausgarage anstelle der hemmenden Auflage einer gemeinsamen Parkgarage mit dem IAZ geprüft werden.
Zusätzlich müssen mit dem Eigentümer des Postgeländes Nutzungsvarianten hinsichtlich eines seniorengerechten Wohnens in den oberen Etagen verhandelt werden.
So wird eine Belebung des Rathausplatzes wieder möglich und das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten kann deutlich schneller verbessert werden.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Radtke
Stv. Fraktionssprecher für Bündnis 90/ Die Grünen





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