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Grüne fragen nach Konzept gegen Eichenprozessionsspinner in Unterschleißheim
6. Juni 2026 – Nachdem die Lokalpresse von Eichenprozessionsspinner-Befällen in Garching berichteten, hat die Stadträtin Johanna Krichling eine offizielle Anfrage an den Ersten Bürgermeister Christoph Böck gerichtet. Ziel ist es, Klarheit über die Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) zu erhalten, um sowohl die menschliche Gesundheit als auch die lokale Biodiversität zu schützen.
Angesichts der Zunahme von Befällen in Deutschland – begünstigt durch den Klimawandel – sowie aktueller Meldungen aus der Nachbarkommune Garching fordern wir ein systematisches Monitoring-Konzept für Unterschleißheim. In unserer Anfrage fragen wir, wie Befallsherde frühzeitig identifiziert werden und ob bereits Präventionsmaßnahmen durch natürliche Feinde, wie etwa Meisen oder Schlupfwespen, eingesetzt werden. Zudem sollte die Stadt für die Sensibilisierung von privaten Grundstückseigentümern bezüglich ihrer Gefahrenabwehrpflichten sorgen.
Zentral ist die Art der Bekämpfung des EPS. Wir plädieren für den Vorzug biozidfreier, mechanischer Maßnahmen gegenüber dem Einsatz von Pestiziden. Chemische Insektizide greifen massiv in das ökologische Gefüge ein und schädigen eine Vielzahl anderer Insektenarten, was besonders kritisch ist, da Eichen als extrem artenreiche Lebensräume gelten. Zudem bieten mechanische Verfahren den Vorteil, dass die gesundheitsgefährdenden Brennhaare der Raupen effektiv beseitigt werden, während sie bei einer rein chemischen Bekämpfung im Baum verbleiben können.
Wir müssen einen Weg finden, der die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger schützt, ohne dabei unsere wertvollen Naturräume durch den Einsatz von Giften zu gefährden. Ein ökologisch fundiertes Konzept ist hier alternativlos.
Der Eichenprozessionsspinner ist eine wärmeliebende Schmetterlingsart, deren Ausbreitung durch steigende Temperaturen gefördert wird. Die Raupen besitzen Brennhaare, die bei Menschen und Tieren allergische Reaktionen und gesundheitliche Probleme auslösen können. Aufgrund der hohen Biodiversität auf Eichen (bis zu 2.000 Arten pro Baum) fordern auch Umweltverbände wie der Bund Naturschutz lokal begrenzte und vorzugsweise mechanische Maßnahmen.
Der Antrag ist im Wortlaut zu finden unter 20260609_Anfrage_Eichenprozessionsspinner .





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