Fridays for Future Schleißheim
Der Klimathon im Landkreis-München ging am 14.11. zu Ende, ca. 660 Bürger(innen) haben teilgenommen und 28t CO2 eingespart. Als Ortsgruppe von Fridays for Future Ober- und Unterschleißheim, haben wir ein eigenes Team gegründet, um möglichst viele Punkte fürs Klima zu sammeln.
Denn obwohl wir davon überzeugt sind, dass die entscheidenden Fortschritte nur gelingen, wenn sie auf politischer Ebene durchgesetzt werden. Wissen wir, wie wichtig die kleinen Alltagsumstellungen sind, um die CO2-Emissionen zu reduzieren und eine klimaschonendere Lebensweise vorzuleben.
Dafür ist der Klimathon ein erster Schritt. Unser Team war besonders von den Zusatzinformationen, die bei jeder Aufgabe beigefügt waren begeistert. So konnte ganz konkret das Bewusstsein geschaffen werden, dass Reis ca. die 10-fache Emissionslast von Kartoffeln aufweist oder wie hilfreich es ist, statt Butter Margarine zu essen.
Diese kleinen aber wirksamen Aufgaben und die gute Teamatmosphäre, haben viele von uns motiviert, auch herausfordernde Challenges wie bspw. die vegane Woche zu wagen. Diese dann erfolgreich abgeschlossen zu haben, war vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus dem Klimathon: Überwindung kostet es anzufangen; die Umsetzung ist meist leichter als gedacht. Das gibt Mut, dass in Zukunft mehr Menschen an derartigen Aktionen teilnehmen und ihr Leben nachhaltig umstellen.
Für kommende Aktionen wünschen wir uns mehr Dialogformate und ein sichtbareres Veranstaltungsangebot, das diesmal Pandemiebedingt kleiner ausviel.
Wichtig aber ist, was ab jetzt geschieht. Unser Team hat sich fest vorgenommen, die im Klimathon eingeübten Verhaltensweisen, in den Alltag zu integrieren. Denn obwohl wir gemerkt haben, dass unsere Fußabdrucke schon unterdurchschnittlich sind, weil wir Öffis fahren statt Auto oder Second hand kaufen statt fast fashion, können auch wir unsere Emissionen noch deutlich reduzieren.
Jetzt braucht es entsprechende Impulse aus den Kommunen, Stadträten und Verwaltungen, um die Klimawende von unten zu erleichtern und einzuleiten. Wir haben bei der Weltklimakonferenz cop26 leider erkennen müssen, dass ein Warten auf Vorgaben von oben vergebens ist. Die Klimawende vor Ort kann gelingen: Mit PV auf jedem Dach, konsequenter Fairtrade- und Müllvermeidungsstrategie, Anreizen für Bus, Bahn und Rad sowie einer umfassenden Begrünung der Stadt statt ständigen Fällungen.
Die Klimawende ist ein Marathon, aber wir haben dafür nur wenig Zeit. Je länger wir im Startbereich trödeln, desto anstrengender muss unser Zielsprint ausfallen. Lasst uns die Handbremse lösen!
Bernhard Schüßler,
Im Namen von Fridays for Future Schleißheim





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