Unterschleißheim, 23.10.24. Im gut gefüllten Saal des Capitol-Kino herrschte gespannte Stille, als die ersten Bilder vom beschaulichen Sassenberg der 1980er Jahre über die Leinwand liefen. In dieser Provinzstadt im Münsterland passierte etwas Unglaubliches
Grünes Kino
Wenn Natur zerstört, Klimaziele missachtet und Menschenrechte verletzt werden, steht dahinter stets viel Geld. Hier setzt Urgewald an. Seit 1992 offenbart die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation die Geldquellen hinter zerstörerischen Projekten. Der neue Dokumentarfilm zeigt, wie vor 30 Jahren eine Hand voll Aktivist*innen an einem WG-Tisch den Grundstein legten.
Trotz strömenden Regens, haben einige Interessierte den Weg in das Capitol-Kino Lohhof gefunden. Die Grünen Unterschleißheim hatten eingeladen zur Filmvorführung von „Vergiss Meyn nicht“. Ein bewegender Film über die Klimaaktivist/innen im Hambacher Forst und ihren Widerstand gegen die Räumung im Jahre 2018.
2018 besetzten Klimaaktivist*innen mit Leib und Seele den Hambacher Wald, der rasch zum Symbol des Widerstands gegen Politik und Wirtschaft wurde. Als die Polizei den Wald räumte, verunglückte ein junger Filmstudent tödlich: Steffen Meyn. Mit journalistischer Absicht hatte er die Protestaktion samt 360° Kamera begleitet – solidarisch, aber keinesfalls unkritisch! Aus seinen hinterlassenen Aufnahmen setzt sich dieser außergewöhnliche Dokumentarfilm zusammen. Er liefert nie gesehene Bilder und unmittelbare Einblicke in eine Protestbewegung, die um ihre Haltung und geeignete Mittel ringt. Wie weit kann und darf Aktivismus gehen? „Vergiss Meyn nicht“ stellt genau diese Frage, die angesichts blockierter Straßen und Razzien brennender denn je ist!








